HubSpot Freelancer vs. Agentur
By Heinz Klemann on 16.09.2026, 08:45:01

Was ist 2026 die bessere Wahl?
Wer HubSpot implementieren, optimieren oder migrieren möchte, steht häufig vor derselben Frage: Freelancer oder Agentur.
Lange Zeit war die Antwort für viele Unternehmen relativ eindeutig. Eine spezialisierte HubSpot Agentur galt als die sichere Wahl. Sie versprach umfassende Expertise, ein großes Team und Zugriff auf unterschiedliche Spezialisten.
Doch genau dieses Modell wird zunehmend hinterfragt.
Denn in der Praxis bedeutet die Zusammenarbeit mit einer Agentur nicht automatisch, dass erfahrene Senior Consultants das operative Projekt betreuen. Gleichzeitig gibt es heute immer mehr erfahrene HubSpot Freelancer, die zuvor selbst auf Agentur- oder Unternehmensseite gearbeitet und teilweise zahlreiche komplexe CRM-Projekte umgesetzt haben.
Die aktuelle HubSpot-Agenturlandschaft
Das HubSpot-Beratungsumfeld wird seit Jahren stark von Agenturen dominiert. Auf dem Papier hat dieses Modell viele Vorteile.
Unternehmen kaufen nicht nur einen einzelnen Consultant ein, sondern vermeintlich das Wissen einer gesamten Organisation. Je nach Herausforderung können unterschiedliche Spezialisten hinzugezogen werden und bei Ausfällen soll ein anderes Teammitglied übernehmen können.
Die Realität sieht allerdings nicht immer so aus.
Viele Agenturen verkaufen ihre Projekte mit der Erfahrung ihrer Senior Consultants. Die eigentliche operative Arbeit übernehmen anschließend jedoch häufig Junior Consultants oder Consultants mit vergleichsweise wenig praktischer Erfahrung.
Das wäre grundsätzlich kein Problem, wenn sich dieser Unterschied auch im Preis widerspiegeln würde. In der Praxis bezahlen Unternehmen jedoch häufig einen Agenturpreis, während ein erheblicher Teil der Arbeit von weniger erfahrenen Mitarbeitern durchgeführt wird.
Das kann noch ein zweites Problem verursachen: Erfahrung beeinflusst nicht nur die Qualität einer Beratung, sondern auch die Geschwindigkeit.
Ein Senior HubSpot Consultant, der bereits zahlreiche Implementierungen, Migrationen und komplexe Automationen durchgeführt hat, erkennt bestimmte Probleme häufig innerhalb weniger Minuten. Ein weniger erfahrener Consultant muss dieselbe Lösung möglicherweise erst recherchieren, intern abstimmen oder verschiedene Ansätze ausprobieren.
Wenn nach Stunden oder Tagessätzen abgerechnet wird, kann fehlende Erfahrung dadurch indirekt noch einmal zusätzliche Kosten verursachen.
Hinzu kommen typische Agenturstrukturen: Account Manager, Projektmanager, interne Abstimmungen, Übergaben und Meetings. All das kann sinnvoll sein - erzeugt aber gleichzeitig Overhead.
Genau deshalb stellen sich immer mehr Unternehmen die Frage, ob sie für ihr nächstes Projekt nicht direkt mit einem erfahrenen HubSpot Freelancer statt einer Agentur zusammenarbeiten sollten.
HubSpot Freelancer vs. Agentur: Die wichtigsten Unterschiede
Die grundsätzliche Unterscheidung klingt zunächst einfach.
Bei einer Agentur arbeitet ein Unternehmen mit einer Organisation zusammen, hinter der mehrere Mitarbeiter und unterschiedliche Kompetenzen stehen. Bei einem Freelancer arbeitet das Unternehmen direkt mit einer einzelnen Person.
Für die tatsächliche Projektqualität ist diese Unterscheidung allerdings weniger wichtig, als häufig angenommen wird.
Entscheidender sind andere Fragen:
-
Wer arbeitet tatsächlich an meinem Projekt?
-
Wie viel Erfahrung hat diese Person?
-
Wie schnell können Entscheidungen getroffen werden?
-
Wie gut versteht der Consultant unsere Prozesse?
-
Und wie viel der bezahlten Zeit fließt tatsächlich in die Umsetzung?
Genau hier unterscheiden sich Agenturen und Freelancer häufig deutlich.
Vorteile einer HubSpot Agentur
Der größte Vorteil einer HubSpot Agentur ist ihre theoretische Skalierbarkeit.
Wenn für ein Projekt gleichzeitig Experten für CRM-Architektur, HubSpot Development, APIs, Tracking, Marketing Automation und Datenmigration benötigt werden, kann eine größere Agentur diese Kompetenzen potenziell aus dem eigenen Team bereitstellen.
Auch bei sehr großen internationalen Rollouts kann eine Agentur sinnvoll sein, wenn mehrere Consultants gleichzeitig an unterschiedlichen Workstreams arbeiten müssen.
Ein weiterer Punkt ist Compliance. Gerade große Unternehmen haben teilweise Einkaufsrichtlinien, die eine Zusammenarbeit mit Einzelunternehmern erschweren oder ausschließen. Eine etablierte Agentur mit entsprechenden Verträgen, Versicherungen, Datenschutzprozessen und Unternehmensstrukturen kann hier einfacher durch den Procurement-Prozess kommen.
Hinzu kommt die vermeintlich höhere Verfügbarkeit. Fällt ein Consultant aus, kann theoretisch jemand anderes übernehmen. Die Betonung liegt allerdings auf theoretisch. Denn ein neuer Consultant kennt nicht automatisch die Prozesse, Datenstrukturen und Entscheidungen eines Projekts. Gerade bei komplexen CRM-Projekten ist Wissen stark personengebunden. Ein Austausch ist deshalb häufig deutlich schwieriger, als es in einer Agenturpräsentation klingt.
Vorteile eines HubSpot Freelancers
Der größte Vorteil eines guten HubSpot Freelancers ist der direkte Zugriff auf Expertise. Das Unternehmen kauft nicht die Marke einer Agentur, sondern konkret die Erfahrung einer bestimmten Person.
Der Senior Consultant, mit dem das Erstgespräch geführt wurde, ist normalerweise auch die Person, die später Workflows baut, Datenmodelle diskutiert oder die Migration begleitet.
Dadurch entstehen deutlich weniger Übergaben. Gleichzeitig sind Freelancer häufig flexibler. Entscheidungen müssen nicht durch mehrere interne Ebenen laufen und kleinere Änderungen können schneller umgesetzt werden. Auch die Kostenstruktur ist meistens schlanker.
Eine Agentur muss neben dem eigentlichen Consultant unter anderem Sales, Management, interne Prozesse und andere Gemeinkosten finanzieren. Diese Kosten fließen zwangsläufig in den Tagessatz ein.
Ein Freelancer kann deshalb häufig einen niedrigeren Preis anbieten und gleichzeitig persönlich mehr Erfahrung mitbringen als der Consultant, der bei einer Agentur tatsächlich auf dem Projekt eingesetzt würde.
Ein weiterer Vorteil wird häufig unterschätzt: Kontinuität.
Wenn ein Unternehmen einen bestimmten Freelancer beauftragt, weiß es normalerweise genau, wer das Projekt betreut. Bei Agenturen können Teams dagegen wechseln – insbesondere bei längeren Projekten.
Nachteile einer HubSpot Agentur
Der offensichtlichste Nachteil vieler HubSpot Agenturen sind die höheren Kosten. Dabei geht es nicht ausschließlich um einen höheren Tagessatz. Entscheidend ist vielmehr das Verhältnis zwischen Kosten und tatsächlich eingesetzter Expertise.
Ein hoher Tagessatz kann vollkommen gerechtfertigt sein, wenn dafür ein sehr erfahrener Spezialist arbeitet. Problematisch wird es, wenn Unternehmen Premiumpreise bezahlen, aber große Teile des Projekts von Junior Consultants umgesetzt werden. Ein weiterer Nachteil sind langsamere Strukturen.
Der Kunde spricht mit dem Account Manager. Dieser spricht mit dem Projektmanager. Der Projektmanager stimmt sich mit dem Consultant ab. Der Consultant hat eine technische Frage und spricht mit einem Developer.
Aus einer eigentlich einfachen Frage können so mehrere Meetings und Abstimmungsschleifen entstehen. Gerade bei operativen CRM-Projekten ist Geschwindigkeit jedoch häufig entscheidend.
Dazu kommt die Gefahr einer standardisierten Betreuung. Agenturen müssen Prozesse skalierbar machen. Templates, standardisierte Workshops und wiederholbare Implementierungsprozesse sind deshalb wirtschaftlich sinnvoll.
HubSpot-Projekte sind jedoch selten vollständig standardisiert. Die eigentliche Herausforderung liegt häufig nicht darin, HubSpot technisch einzurichten. Sie liegt darin, bestehende Sales-, Marketing- und Serviceprozesse zu verstehen und sinnvoll im CRM abzubilden.
Dafür braucht es Erfahrung und die Bereitschaft, bestehende Prozesse auch kritisch zu hinterfragen.
Nachteile eines HubSpot Freelancers
Auch Freelancer haben klare Grenzen. Der wichtigste Punkt ist die Skalierbarkeit. Ein einzelner HubSpot Freelancer kann nicht gleichzeitig fünf unterschiedliche Spezialisten ersetzen.
Bei einer normalen HubSpot-Implementierung ist das häufig kein Problem. Viele Projekte benötigen ohnehin hauptsächlich einen erfahrenen Generalisten, der CRM, Marketing Automation, Daten und Prozesse versteht.
Bei sehr großen oder technisch komplexen Projekten kann sich das jedoch ändern. Eine umfangreiche Salesforce-Migration, mehrere individuelle API-Integrationen, komplexe Custom Objects, ein neues Tracking-Konzept und ein internationaler Marketing-Rollout können Kompetenzen erfordern, die kaum eine einzelne Person auf Senior-Level vollständig abdecken kann.
Hier liegt die größte Schwäche des klassischen Freelancer-Modells.
Hinzu kommt die persönliche Verfügbarkeit. Urlaub, Krankheit oder eine hohe Projektauslastung können bei einer einzelnen Person schwieriger kompensiert werden.
Deshalb sollten Unternehmen bei der Auswahl eines Freelancers nicht nur auf HubSpot-Kenntnisse achten, sondern auch darauf, ob für Spezialthemen ein belastbares Netzwerk vorhanden ist.
Braucht man für eine HubSpot-Implementierung wirklich eine Agentur?
Für viele Projekte lautet die Antwort: Nein.
Eine typische HubSpot-Implementierung benötigt nicht zehn Consultants. Sie benötigt vor allem jemanden, der versteht, wie CRM-Prozesse funktionieren. Jemanden, der ein sauberes Datenmodell entwickeln kann. Jemanden, der Marketing-, Sales- und Service-Prozesse nicht isoliert betrachtet. Und jemanden, der HubSpot nicht nur aus Präsentationen kennt, sondern selbst im System arbeiten kann.
Ein erfahrener HubSpot Freelancer kann diese Anforderungen häufig genauso gut oder besser erfüllen als eine Agentur. Die Situation verändert sich erst, wenn mehrere unterschiedliche Spezialkompetenzen gleichzeitig benötigt werden oder das Projekt so groß wird, dass eine einzelne Person zum Bottleneck wird.
Die entscheidende Frage sollte deshalb nicht sein:
„Freelancer oder Agentur?“
Sondern:
„Welche Personen arbeiten tatsächlich an meinem Projekt - und welche Expertise bringen diese Personen mit?“
Der Sweet Spot zwischen HubSpot Freelancer und Agentur
Genau zwischen diesen beiden Modellen positionieren wir uns bei BeastBI. Unsere Projekte funktionieren bewusst eher wie die Zusammenarbeit mit einem Senior Freelancer als wie die Zusammenarbeit mit einer klassischen Agentur. Kunden haben einen festen Hauptansprechpartner, der das Projekt nicht nur verkauft oder koordiniert, sondern selbst operativ daran arbeitet.
Damit vermeiden wir lange Kommunikationsketten und unnötige Übergaben.
Gleichzeitig haben wir gegenüber einem klassischen Freelancer einen entscheidenden Vorteil: Wenn zusätzliche Expertise benötigt wird, können wir diese flexibel in das Projekt holen. Das kann beispielsweise bei technischen Integrationen, Datenmigrationen, Tracking oder speziellen Marketing-Anforderungen sinnvoll sein.
Unser Ansatz ist deshalb nicht, möglichst viele Personen auf ein Projekt zu setzen. Im Gegenteil. So wenige Personen wie möglich - aber so viele Spezialisten wie nötig.
Bei vielen HubSpot-Projekten bedeutet das, dass ein erfahrener Senior Consultant den Großteil der Arbeit übernimmt. Erst wenn eine konkrete Herausforderung zusätzliche Expertise erfordert, wird ein weiterer Spezialist hinzugezogen.
Dadurch verbinden wir die direkte Kommunikation, Geschwindigkeit und Seniorität eines Freelancers mit der Flexibilität einer Agentur.
HubSpot Freelancer vs. Agentur: Was passt zu welchem Unternehmen?
Die Wahl hängt letztlich weniger von der Unternehmensgröße als von der Komplexität des Projekts ab. Für eine klassische HubSpot-Implementierung, CRM-Optimierung, Marketing Automation oder kleinere Migration ist ein erfahrener HubSpot Freelancer häufig vollkommen ausreichend – und wirtschaftlich oftmals attraktiver.
Bei sehr großen Transformationsprojekten mit mehreren parallelen Workstreams, umfangreicher Individualentwicklung oder hohen Procurement- und Compliance-Anforderungen kann eine größere Agentur Vorteile haben.
Dazwischen liegt allerdings ein großer Bereich, in dem Unternehmen eigentlich beides benötigen:
Senior Expertise und direkte Zusammenarbeit - aber gleichzeitig Zugriff auf zusätzliche Spezialisten, wenn sie tatsächlich gebraucht werden. Genau hier können kleinere spezialisierte Beratungen oder hybride Modelle eine interessante Alternative zu klassischen HubSpot Agenturen darstellen.
Fazit: Nicht Agentur oder Freelancer entscheidet über den Erfolg
Die Diskussion HubSpot Freelancer vs. Agency wird häufig auf Unternehmensgröße und verfügbare Ressourcen reduziert. Das greift zu kurz.
Eine Agentur ist nicht automatisch kompetenter, nur weil dort 30 Consultants arbeiten. Und ein Freelancer ist nicht automatisch die bessere Wahl, nur weil die Zusammenarbeit direkter und günstiger ist. Entscheidend ist, wer tatsächlich an Ihrem HubSpot-System arbeitet.
Fragen Sie deshalb vor der Beauftragung konkret nach:
-
Wer wird mein Hauptansprechpartner?
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Wer setzt das Projekt operativ um?
-
Welche HubSpot-Projekte hat diese Person bereits selbst durchgeführt?
-
Welche Aufgaben werden an Junior Consultants delegiert?
-
Und was passiert, wenn zusätzliche technische Expertise benötigt wird?
Denn am Ende kaufen Sie keine Agentur und keinen Freelancer. Sie kaufen Erfahrung, Problemlösungskompetenz und Zeit. Und gerade bei einem CRM-System, das möglicherweise über Jahre das Fundament für Marketing, Sales und Service bilden soll, sollte genau das den Ausschlag geben.
FAQ: HubSpot Freelancer vs. Agentur
Ist ein HubSpot Freelancer günstiger als eine Agentur?
In vielen Fällen ja. Freelancer haben normalerweise geringere Gemeinkosten und können deshalb niedrigere Tagessätze anbieten. Entscheidend ist allerdings nicht nur der Tagessatz, sondern auch die benötigte Zeit. Ein erfahrener Freelancer kann bestimmte Aufgaben schneller lösen als ein weniger erfahrener Consultant.
Wann lohnt sich eine HubSpot Agentur?
Eine HubSpot Agentur kann insbesondere bei sehr großen Projekten sinnvoll sein, bei denen mehrere Spezialisten gleichzeitig benötigt werden. Auch umfangreiche Compliance- oder Procurement-Anforderungen können für die Zusammenarbeit mit einer größeren Agentur sprechen.
Kann ein Freelancer eine komplette HubSpot-Implementierung durchführen?
Ja. Viele HubSpot-Implementierungen können problemlos von einem erfahrenen Senior Consultant durchgeführt werden. Entscheidend sind Umfang und technische Komplexität des Projekts. Bei individuellen Integrationen oder sehr umfangreichen Migrationen können zusätzliche Spezialisten notwendig werden.
Worauf sollte man bei einem HubSpot Freelancer achten?
Neben HubSpot-Erfahrung sollte vor allem praktische Projekterfahrung geprüft werden. Ein guter Consultant sollte nicht nur einzelne HubSpot-Funktionen kennen, sondern CRM-Prozesse, Datenmodelle, Automationen und die Anforderungen von Marketing und Sales ganzheitlich verstehen.
Was ist besser: HubSpot Freelancer oder Agentur?
Für viele mittelgroße HubSpot-Projekte kann ein erfahrener Freelancer die effizientere Lösung sein. Bei sehr großen Projekten kann eine Agentur aufgrund zusätzlicher Ressourcen Vorteile haben. Eine dritte Möglichkeit sind spezialisierte Beratungen, die einen festen Senior Consultant mit flexibel hinzuziehbaren Experten kombinieren.
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