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Instagram Stories

Angesichts der aktuellen Beliebtheit des Story Formats in Instagram, Snapchat, aber auch Whatsapp und Facebook ist dieses Placement aus dem aktuellen Marketing-Werkzeugkasten kaum wegzudenken. In diesem Beitrag wollen wir uns über die Vorteile, aber auch die langfristigen Nachteile dieses Formats Gedanken machen. Ebenso wie Sie das Storyformat optimal in Ihrem Marketing Mix nutzen können ohne langfristige Nachteile zu erfahren.

Das Story Format

Das Story Format ist so beliebt wie nie und unsere Meinung, dass es langfristig für Online Marketing Verantwortliche schlecht ist, zumindest kontrovers. Laut Facebook hat die Nutzung enorm zugenommen- siehe Futurebiz. Wir selbst beobachten, dass dieses Format vor allem in Instagram sehr niedrige Kosten pro Klick mit sich bringt.  Jeder kennt es wahrscheinlich, auch aus dem privaten Bereich – der aktuelle Status in Whatsapp von Freunden, Familien und Bekannten wird geprüft und begutachtet. Ebenso die Stories der Influencer denen wir in Instagram oder Facebook folgen. Letztendlich ist dieses Format kurzweilig, neu und immer aktuell da die meisten Stories nur 24 Stunden zur Verfügung stehen.

Stories als Werbeformat

Bei der Werbeausspielung sind Stories sogar zeitlich nicht begrenzt, da sie zwischen den “echten” Stories angezeigt werden und kein Ablaufdatum besitzen. Die Schwierigkeit die wir hier sehen, liegt in der Art des Traffics der generiert wird.

Traffic kann nach vielen Kriterien kategorisiert werden kann – wir möchten uns allerdings auf Absicht beim Klick bzw. Swipe Up und Trafficverteilung konzentrieren, um zu unterstreichen warum die Stories nachhaltig problematische Folgen haben könnten. Mit Absicht beim Swipe Up meinen wir auf der einen Seite, wie sehr wollte der User einen Klick bzw. einen Swipe Up machen, aber auch wie viel Kaufabsicht konnte bereits aufgebaut werden. Mit Trafficverteilung meinen wir, in welchen Intervallen der Traffic den Weg auf die Seite findet.

Als Grundlage unserer Ausführungen dient das Mindset, dass User die sich bereits Stunden mit einem Produkt auseinander gesetzt haben, eine durchschnittlich höhere Kauf-Wahrscheinlichkeit haben, als Kunden die das Produkt gerade zum ersten Mal gesehen haben.

Die Schwächen

Kaum Engagement, kaum Informationen

Einige werden die Kernschwächen des Storytraffics schon erahnen. User haben mehr oder weniger keine Vorinformationen und werden fast im Stile von Click-Bait auf die eigene Website gebracht. Dies kann wie bereits erwähnt zu günstigen Klicks führen, allerdings leidet darunter natürlich auch die Qualität. Neben den unabsichtlichen Swipe Ups, seien auch Qualitätsprobleme bei dem Story Traffic von vielen Influencern erwähnt. Häufig werden in den Stories Produkt an Produkt gereiht und gehen so unter anderen Marken oder den “privaten” Inhalten der Influencer unter. Grundsätzlich spricht zwar nichts gegen Erst-Interesse wecken, dies geschieht allerdings nicht ohne Folgen.

  1. Die Erziehung der User hin dazu viele, aber schlechte Inhalte zu konsumieren
  2. Die Halbwertszeit der Inhalte wird extrem reduziert
  3. Die Unterscheidung von Qualitätstraffic wird erschwert
  4. Die Notwendigkeit extrem viele Klicks zu generieren

 

Kein konstanter Traffic Strom

Neben der langfristigen, aber auch kurzfristigen Verschlechterung der Trafficqualität ist die Trafficverteilung bzw. in welchen Intervallen der Traffic auf die Seite kommt problematisch. Ähnlich wie bei anderer Werbung im Social Media Bereich, werden “nur” Swipe Ups oder Klicks generiert, wenn aktiv Budget auf die entsprechenden Werbeanzeigen gesetzt wird. Dies hat zur Folge das die Trafficmenge abhängig von Budgethöhe, Werbedruck und Inhaltsqualität ist.

Vergleicht man dies mit Influencer Videos, Blogposts oder PR zeigt sich leider, dass es keinen nachgelagerten Trafficstrom gibt. Auch bei einem Youtube Video werden die meisten Reaktionen kurz bzw. wenige Tage nach Veröffentlichung des Videos erreicht. Allerdings gibt es trotzdem nachgelagerten Traffic. Zum Beispiel durch das Suchen nach Inhalten oder Abonnenten die das Video wiederholt konsumieren. Ähnlich verhält es sich mit eigenem Content wie Blogs, aber auch PR Artikeln.

Diese Art von Traffic ist vor allem wichtig um langfristig Traffic-Kohorten aufzubauen, die das sogenannte Grundrauschen des Websitetraffics erhalten. Wenn die Kohorten verschwinden wenn kein Budget ausgegeben wird, befindet man sich in der Tretmühle, immer und immer wieder neuen Traffic einkaufen zu müssen.

Raus aus der Tretmühle

Wer jetzt denkt wir nutzen das Story Format nicht oder empfehlen es nicht zu nutzen der irrt allerdings gewaltig. Wir möchten mit diesem Artikel Aufmerksamkeit schaffen und unseren Beitrag leisten, damit andere Marketer Ihre Budgets auch zukünftig effizient einsetzen. Werbliche Stories haben in unseren Augen, neben den organischen Stories, nämlich zwei sehr sinnvolle Anwendungsbereiche.

Dazu ein praktisches Beispiel:

Eine Firma hat eine große Sales Aktion zu einem Ihrer Produkte. Das Produkt ist während dieser Aktion um 40% reduziert. In diesem Fall könnte man alleine durch die Rabatt-Kommunikation und eine kurze Beschreibung um was es geht, viele Nutzer zum Swipe Up bewegen. Die Aktion bekommt dadurch mehr Aufmerksamkeit und User müssen sich kurzfristig und schnell entscheiden. Dieser Mechanismus passt auch perfekt zum Grundgedanken der Stories selbst.

Ein zweiter sinnvoller Anwendungsfall ist erfüllt, wenn man User über ein Geheimnis oder künstlichen Anreiz auf eine Seite locken will. Beispielsweise: “Du willst das Geheimnis zu ABC erfahren. Dann Swipe up wir zeigen dir wie es geht”. Auch Werbeanzeigen die seriös sind können diese Taktik nutzen um echte Neugier bei Usern zu wecken. Vertrauen und Mehrwert entstehen in dem Moment, indem man auf eine gute Landing Page kommt und die eigene Neugier positiv befriedigt wird.

Was sollte man vermeiden?

Die langfristigen negativen Folgen beim Story Format, treten vor allem dann auf, wenn man es wie ein “normales” Social Media Placement behandelt. Das Zeigen von kurzen Produktvideos oder Produktbildern, aber auch kleine Image Videos dienen langfristig zwar der Awareness, zahlen allerdings nicht auf den kurzfristigen und spontanen Charakter der Story Ads ein. Unsere Empfehlung: Umarmen Sie die Kurzlebigkeit die das Story-Format ausmacht und nutzen Sie es entsprechend. Einzige Ausnahme ist hier das Nutzen im Retargeting!

Zusammengefasst:

Das Story-Format ist spannend und bringt günstigen Traffic. Allerdings führt diese Placement-Art dazu, dass Inhalte schneller und oberflächlicher konsumiert werden. Nutzen Sie deshalb das Story Format wie Ihre User: Kurzfristig und um Neugier zu wecken, nicht um einfach Ihre Produkte abzuverkaufen.

Wenn Sie mehr über diese Themen oder im Allgemeinen über den Bereich Marketing Automation wissen wollen, vereinbaren Sie einfach einen kostenlosen Termin mit uns. Wir freuen uns auf Sie!

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