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Die Kunst nichts zu tun

Die Datenflut und die Möglichkeit schnell Änderungen vorzunehmen ist sicher einer der positiven Aspekte im Online Marketing! Allerdings führt dies dazu, dass immer häufiger aktionistisch gehandelt wird ohne die sinnvollere Alternative, dem “Nichts tun”, zu berücksichtigen. In diesem Beitrag wollen wir Ihnen zeigen, an welchen Stellen Handeln erforderlich ist und an welchen nichts zu tun und Ruhe zu bewahren.

Die Kunst “nichts zu tun”

Wir wollen sicher nicht Faulheit befürworten, allerdings die Handlungsalternative zu Warten und dem Erfolg seine Zeit zu geben. Im Online Marketing ist man häufig, auf Grund der großen Menge an Daten, dazu verführt ständig kleine und große Anpassungen vorzunehmen. Dies ist an vielen Stellen sogar richtig und zu befürworten. Allerdings führt die Übertreibung dieses positiven Aspekts leider zu negativen Konsequenzen. In der Realität stimmen die Umsatzzahlen leider nicht jeden Tag und obwohl “gestern” noch alles in Ordnung war muss heute gegengesteuert werden.

Algorithmus Anpassungen von heute auf morgen in Google oder Facebook sind allerdings selten, ebenso größere externe Einschnitte wie Urlaubszeit, Feiertage usw.. Diese großen Themen sind, allerdings klar erkennbar und vorhersagbar. Entsprechend müssen Sie Ihre Google Strategie nach einem großen Update anpassen. Ebenso muss sich auf abhängige Saisonalität einstellt werden. Von diesen Makroeffekten abgesehen, sollten Sie wohl unterscheiden ob Sie sich in einem negativen Abwärtstrend befinden oder einfach nur ein paar schlechte Tage haben.

Schlechte Tendenz oder schlechter Tag?

Die Schwierigkeit besteht darin zu unterscheiden wann Sie Gegensteuern müssen, oder einfach nur etwas “Pech” haben. Nichts zu tun ist vor allem dann sinnvoll wenn Sie nicht ausreichend Daten gesammelt haben um eine Entscheidung zu treffen. Aber Achtung! Differenzieren Sie bereits an dieser Stelle. Wenn Sie nach 300€ Werbeausgaben keinen Sale gemacht haben und Ihr Ziel war 30€ pro Kauf, dann sollten Sie reagieren. Ebenso wenn Sie eigentlich 500€ am Tag ausgeben wollen, allerdings in den letzten 24 Stunden nur 50€ ausgespielt wurden. Diese Beispiele zeigen allerdings vor allem grobe Fehler am Anfang von Kampagnen auf. Im Normalfall gibt es aber einen gewissen Regelbetrieb der optimiert werden muss.

Wann handle ich?

Wenn Sie über mehrere Tage hinweg schlechte bis sehr schlechte Ergebnisse haben. Ebenso wenn Sie in den letzten Wochen nur einzelne gute Tage haben. Handeln Sie indem Sie Budgets auf aussichtsreiche Kampagne verschieben. Diese Arten von Veränderungen sind meist in den bestehenden Strukturen anpassbar. Wenn Sie allerdings über mehrere Wochen, vielleicht sogar in den letzten Monaten einen negativen Trend vollziehen, sollten Sie überlegen ob es möglicherweise an Ihrer Strategie liegt.

Ein praktisches Beispiel wäre: Ihre Effizienz im Retargeting bei Facebook und Instagram geht stetig zurück. Vor 3 Monaten war noch alles gut. Allerdings hat sich die Kampagne Stück für Stück verschlechtert. Vor 3 Monaten wurde die Zusammenarbeit mit mehreren großen Influencern abgebrochen und seitdem wurde kein Ersatz gefunden. Entsprechend ist es nur logisch, dass Sie neue Influencer brauchen um die Retargeting Kampagne zum laufen zu bringen. Es liegt weniger an der Retargeting Kampagne oder den Bildern die Sie verwenden.

In Fällen in denen Ursache und Wirkung nicht so “offensichtlich” sind, kommen Sie allerdings auch nicht um die Ursachenforschung, um dann auch an den richtigen Stellen Anpassungen vorzunehmen.

Wann “tue ich nichts”?

Wenn Sie gestern eine neue Kampagne gestartet haben und heute morgen der Traffic noch gering ist. Ebenso wenn Sie sich auf ein Test-Setup geeinigt haben, auch wenn die ersten Ergebnisse nicht optimal sind. Wenn Sie ohne erkennbaren Grund einen schlechten Tag haben, obwohl die Tage zuvor gut gelaufen sind. Wenn Sie im Vergleich zum letzten Jahr eine gute Performance hinlegen, Sie nur auf Grund von Saisonalität einen gewissen negativen Trend haben. In allen Punkten sollte klar sein: Wenn Sie die Problemursachen nicht verstehen, ist die Pausierung einer Kampagne sinnvoll. Ebenso nur Anpassungen vorzunehmen wenn Sie plausible Zahlen haben die Ihr “Gefühl” auch unterstützen.

Zusammengefasst:

Lassen Sie sich nicht von ein paar schlechten oder mittelmäßigen Tagen entmutigen wenn Sie grundsätzlich gute Ergebnisse liefern. Hier fragen Sie allerdings häufiger das große Ganze, als Details zu optimieren die eher unwahrscheinlich die Ursache Ihrer Probleme sind. Entscheiden Sie sich bewusst “nichts zu tun” wenn Sie die positive Tendenz erkennen, auch gegen Aktionismus und Panik.

Wenn Sie mehr über diese Themen oder im Allgemeinen über den Bereich Marketing Automation wissen wollen, vereinbaren Sie einfach einen kostenlosen Termin mit uns. Wir freuen uns auf Sie!

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