Vom Märchen der Buzzwords und wie man Sie durchschaut! 1 Monat ago

Buzzwords im Marketing sind so beliebt wie das Amen in der Kirche. Deshalb ist es teilweise schwer zu unterscheiden, wer nur “Heiße Luft” von sich gibt oder echtes Fachwissen besitzt. In diesem Beitrag wollen wir Ihnen aufzeigen mit welchen Taktiken Sie Blender entlarven können und woran Sie Experten mit echtem Fachwissen erkennen.

Buzzwords für Alles

Wer kennt es nicht: englischer Fachbegriff hier, blumige Formulierung dort. Buzzwords sind allgegenwärtig im Marketing und auf der einen Seite sehr hilfreich. Auf der anderen Seite können Sie aber auch eine eine riesige Illusion aufbauen. Wenn von CPO, CPC, CPX, dann Customer Journey hin zu Suchmaschinen Optimierung philosophiert wird, kann man schnell mal beeindruckt werden. Diese Exzesse werden häufig auch liebevoll als Bullshit Bingo bezeichnet. Für Wenige unterhaltsam, aber für Viele eine beeindruckende Darstellung von Wissen und Erfahrung. Für manche Marketer geradezu ein stilles Gebet an Ihr eigenes Wissen und den Glauben mit schönen Worten alles erreichen zu können.

Wer jetzt denkt dass wir Buzzwords nicht gebrauchen oder unsinnig finden irrt allerdings gewaltig. Marketing ist in vielen Aspekten wie Sales, es geht darum Kunden an Produkte heranzuführen und letztendlich auch zu verkaufen. Im Gespräch mit Marketing Menschen sind ja selten die echten Endkunden dabei, sondern Entscheider und Verantwortliche, denen man Marketing Konzepte und Ideen “verkaufen” muss. Genau aus diesem Grund ist der Einsatz von Fachsprache unerlässlich um Know-How und Kompetenz zu vermitteln.

Ehrlich gesagt funktionieren wir hier alle gleich. Jeder möchte, bis zu einem gewissen Maß, an gute Geschichten und großartige Aussichten glauben. Entsprechend ist auch jede Geschichte spannender wenn sie in blumige Worte verpackt wird, die einen selbst das Gefühl geben es könnte funktionieren auch wenn man es nicht zu 100% versteht. Und wer würde sich schon die Blöße geben nachzufragen wenn man etwas nicht versteht. Von daher das Ende der Geschichte, Buzzwords sind gut und wichtig…und wenn sie nicht updated sind, dann werden sie noch heute geused.

Unterschiede zwischen Know-How und leeren Worten

Aber Stop, … nicht das Verwenden von Buzzwords ist das Problem, sondern wenn man außer heißer Luft keinen Mehrwert produziert. Und genau hier wollen wir helfen – Aber wie erkennt man ob jemand hauptsächlich nur “redet”, aber keine Substanz dahinter steckt?

Die einfachste Lösung wäre, selbst fundiertes Fachwissen aufzubauen. Dies ist allerdings schwer möglich und wenig zielführend wenn man diese Expertise eigentlich extern ins Haus holen möchte. Der einzige effektive Weg sich vor schlechten Konzepten und Experten zu schützen, ist allerdings die Informationsasymmetrie auszugleichen. Schritt für Schritt kann man durch diese Methode dann leere Worte von realem Wissen trennen.

 

  1. Fragen Sie wenn Sie etwas nicht verstehen bzw. lassen Sie sich einen Fachbegriff erklären
  2. Setzen Sie sich minimal mit dem entsprechenden Thema auseinander – aber Achtung! – hier kann gefährliches Halbwissen entstehen – überschätzen Sie Ihr eigenes Wissen nicht zu schnell.
  3. Falls möglich fragen Sie einen anderen Experten dem Sie bereits vertrauen, allerdings nicht Ihren Kumpel der auch “was mit Marketing macht”. Diese beliebte Taktik, Bekannte / Freunde aus dem gleichen Bereich zu befragen, ist in unseren Augen wenig zielführend und verunsichert häufig mehr als es hilft. Jeder möchte bis zu einem gewissen Maß am meisten wissen oder eben Recht haben. Ebenso kann man Laienmarketingwissen mit Expertenmarketingwissen schlecht vergleichen. Viele Köche verderben nun mal den Brei.
  4. Prüfen Sie die operative Kompetenz eines potenziellen Mitarbeiters, Beraters oder Toolverkäufers. Dabei ist das eigene Fachwissen weniger gefordert, allerdings sollte jede Person die Ihnen verspricht “große” Marketing Probleme zu lösen, auch in der Lage sein Ihnen zu erklären wie dies grob operativ funktioniert. Die meisten Leute die nur kluge Worte aneinander reihen stehen besonders bei diesen Fragen vor Problemen, da Ihnen das Wissen und die praktische Erfahrung fehlt um hier antworten zu können. Detailwissen ist vor allem bei der operativen Umsetzung erforderlich.

Ein praktisches Beispiel

Mit etwas Vorbereitung und gezielten operativen Fragen wie beispielsweise: “Wie genau würde das dann in Facebook funktionieren?” oder “Können Sie mir die grobe Kampagnen-Struktur beschreiben?”, sollte viele Blender auffliegen lassen. Wichtig bleibt nicht locker zu lassen wenn jemand Ihnen eine gute Antwort schuldig bleibt! Dabei ist wichtig zu verstehen, dass theoretisch richtige Antworten nicht immer praktisch anwendbar oder sinnvoll sind. Dies kann auf der einen Seite daran liegen, dass Wissen veraltet ist oder gewisse Methoden nicht zu Ihrer Firma passen. Ein Tool das zum Beispiel erst einmal massive technische Anpassungen bzw. Ressourcen verschlingt, ist meist nicht zielführend für den kurzfristigen und mittelfristigen Marketing-Erfolg.

Zusammengefasst:

Um sinnvolle Fachbegriffe und kompetente Marketing-Experten von Buchstabenmagiern zu unterscheiden, sollten Sie im ersten Schritt ein Mindestmaß an Vorbereitung selbst vollziehen. Dies gepaart mit gezielten operativen Fragen zur Umsetzung sollte Ihr grobes Gefühl ergänzen. Prüfen Sie außerdem wie vereinbar und einfach die entsprechende Lösung mit Ihren Zielen und Kapazitäten ist.

Wenn Sie mehr über diese Themen oder im Allgemeinen über den Bereich Marketing Automation wissen wollen, vereinbaren Sie einfach einen kostenlosen Termin mit uns. Wir freuen uns auf Sie!

 

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